Ein trickreicher Turm
Zugegeben, mit der Analyse das Endspiels der letzten Woche haben wir Ihnen ein hartes Stück Arbeit zugemutet. Und weil Sie jetzt so gut in der Materie drin sind, gibt es diese Woche gleich noch so einen harten Brocken. Nach 72...Tb4+ musste Weiß in der Partie Romanov-Vescovi eine wichtige Entscheidung treffen: Weicht er mit dem König nach g5 aus, um selbst möglichst schnell mit seinem h-Bauern zu laufen, oder ist etwa 73.Kh3 die bessere Wahl? Arbeiten Sie beide Varianten aus, aber seien Sie gewarnt. Hier lauern Tricks!
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Das Duell der Springer und Damen...
... war buchstäblich das zentrale Thema in dieser Stellung. Weiß hat eine Drohung - welcher Springerzug sichert Schwarz das Remis?
A) 29...Sc5
B) 29...Sxb2
C) 29...Sf4
Auflösung...
Absperrungen und Bodychecks
Die Diagrammstellung mit Weiß am Zug entstammt der Partie Bu Xiangzhi-McShane, ein fortgeschrittenes Turmendspiel, wie es ähnlich schon in Tausenden Partien vorkam und immer wieder vorkommen wird. Schwarz wird bald den Turm für den a-Bauern geben müssen, und dann ist die entscheidende Frage, ob das Duo schwarzer König und f-Bauer günstig genug aufgestellt ist, um gegen Turm und König remis zu machen. Zum Waffenarsenal des Schwarzen gehören dann insbesondere Bodychecks, um den weißen König auf Distanz zu halten, Weiß dagegen kann mit Absperrungen arbeiten. Schärfen Sie Ihre analytischen Fähigkeiten, indem Sie die Lösung ausarbeiten und mit GM Karsten Müllers Analyse vergleichen. Es lohnt sich!
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Offene f-Linie gegen offene c-Linie...
... lautete das Szenario in dieser Partie aus der österreichischen Bundesliga, wo Weiß gerade 28.Lf4-c1 gespielt hatte, um seinen Türmen freie Sicht auf den schwarzen König zu geben. Wie würden Sie die Situation jetzt einschätzen?
A) Weiß gewinnt aufgrund der Drohung 29.Tf1+;
B) die Partie sollte im Dauerschach enden;
C) Schwarz siegt.
Auflösung...
Der König in der Mitte...
... ist ein klassisches Thema. In dieser Bundesliga-Spitzenpartie hatte der amtierende U20-Weltmeister einen Bauern geopfert, um Linien gegen den schwarzen Monarchen zu öffnen, was mit 16...f6 gekontert wurde. Wie ist diese Fortsetzung Ihres Erachtens einzuschätzen?
A) Ein Fehler, Weiß kann entscheidend in die gegnerische Stellung eindringen;
B) Guter Zug, Schwarz treibt den weißen Läufer zurück und konsolidiert seinen Mehrbauern;
C) Viel Lärm um nichts, die Stellung bleibt ausgeglichen.
Auflösung...
Zugzwang
Obwohl es natürlich wunderschöne Beispiele für Zugzwang im Mittelspiel gibt, so ist er doch vor allem ein Endspielmotiv. Viele Endspiele wären ohne Zugzwang schlicht überhaupt nicht zu gewinnen. Und selbst bei deutlicher Materialüberlegenheit wie z. B. im Duell Turm gegen Läufer, können oft nur durch Zugzwang Fortschritte gemacht werden. Folgende Stellung ist dafür ein typisches Beispiel, sie stammt aus der Partie Dragun-Leniart, gespielt bei der Polnischen Meisterschaft in Warschau. Nach 68.Kb5 hätte Schwarz mit der richtigen Fortsetzung seine Remischancen gewahrt. Welche das war und wie die instruktive Gewinnführung von Weiß nach 68...Lc5? aussah, erfahren Sie in Karsten Müllers Analyse bei
Stellung nach 68.Kb5. Wie kann Weiß nach 68...Lc5? Fortschritte machen?
Analyse Dragun-Leniart...
Sherlock-Holmes-Schach
Eine sehr originelle Sequenz ergab sich in dieser Sizilianisch-Begegnung beim frisch beendeten Festival in Wijk aan Zee. Der schwarze Springer ist angegriffen, aber auf welches Feld er am besten gehen soll, ist hier nur die eine Frage (A). Interessant ist nämlich auch: Was war eigentlich der letzte (und beste!) Zug von Weiß (B), als Reaktion wiederum auf welchen Zug von Schwarz (C)?
Was meinen Sie, Watson?
Auflösung...
Wijk aan C
Angesichts all der Superstars beim Corus-Turnier kann man leicht vergessen, dass in der C-Gruppe ebenfalls hochinteressantes Schach gespielt wird. Zum Beispiel in dieser Partie, wo Weiß nach dem letzten schwarzen Zug 23...Lg7-f6 überlegen musste, wie der Angriff auf seine Dame am besten zu parieren ist. Der Schlag 24.Txf5 hat Ihrer Ansicht nach was zur Folge?
A) Vorteil für Weiß;
B) ausgeglichenes Spiel;
C) Vorteil für Schwarz.
Auflösung...
Das falsche Endspiel gewählt
Für Nigel Short war in Runde 7 in Wijk ein Gewinn über Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik in greifbarer Nähe. In der Diagrammstellung musste er entscheiden, ob er die Damen tauscht oder mit Dxc5 einen weiteren Bauern verspeist. Short wählte 50.Dxc5, doch nach 50...Le6! 51.g4 Lxf5 52.Dxf5 Db2+ erwies sich die Aktivität der schwarzen Dame trotz der zwei Minusbauern als der entscheidende Remisfaktor. Wie aber wäre das Leichtfigurenendspiel nach 50.Dxf6 gxf6 zu bewerten gewesen? Kann hier im Kampf Springer gegen Läufer der Mehrbauer verwertet werden? Ja, lautet das Urteil von GM Karsten Müller, der die Stellung für ChessBase analysiert hat.
Analyse Short-Kramnik von Karsten Müller...
Ein verblüffendes Qualitätsopfer...
... im Marshall-Angriff ließ Peter Leko in der vierten Runde in Wijk aan Zee gegen Lenier Dominguez vom Stapel. Hier stand er als Schwarzer vor der Frage, ob es ratsam wäre, mit 23...Lc6 sofort die lange Diagonale zu besetzen, obwohl Weiß selbige ja durch 24.d5 mit Tempo wieder schließen kann. Was sagen Sie dazu?
A) Dies gewinnt für Weiß;
B) Schwarz siegt;
C) Die Stellung bleibt letztlich im Gleichgewicht.
Auflösung...
Der Springer ist ein lausiger Verteidiger
Auf sich allein gestellt hat der Springer im Endspiel oft Probleme, einen Flügel zusammenzuhalten. Wenn die Bauern keine der seltenen für ihn besonders günstigen Formationen haben, so gelingt es ihm in aller Regel nicht. Auf diesem Motiv beruht das Figurenopfer 35.Txc4!? Txc4 36.Sxc4 Kxc4 37.Ke4! - gespielt in der Partie Lock-Webb beim Masters in Hastings -, mit dem Weiß seinen Gegner vor erhebliche praktische Probleme stellte. Wie beurteilen Sie die entstehende Situation? Kann Schwarz noch Remis halten oder triumphieren die weißen Bauern? GM Karsten Müller hat die Stellung analysiert.
Analyse Lock-Webb von GM Karsten Müller...
Eröffnungsfalle oder nicht?
Als Magnus Carlsen in seiner Drittrundenpartie von Wijk gegen Loek van Wely im 10. Zug auf bekannte Art und Weise einen Bauern verlor, fragten sich wohl viele, ob er da nicht in eine bekannte Eröffnungsfalle getappt war. Jedenfalls wird der Bauernverlust auf der CD-Rom "1000 Eröffnungsfallen" als Fehler gebrandmarkt und die Statistik schien diese Einschätzung bisher auch glatt zu bestätigen. Aber der Norweger war dem Vernehmen nach einer Empfehlung von Garry Kasparov gefolgt und bald zeigte sich auch, dass Schwarz eine ganze Menge für den Bauern erhält.
Trotzdem "1000 Eröffnungsfallen" im Shop kaufen
Van Wely - Carlsen mit Kommentaren nachspielen
Opfern oder nicht opfern?!
Eine komplizierte Stellung entstand zur Zeitnotphase in der
Partie Tomashevsky (2708) - Fier (2653). Die Bauernstruktur lässt
keine Zweifel zu: es wurde Königsindisch gespielt. Das Opfer 35...Lxg4
hängt in der Luft, aber alle Konsequenzen genau durchzurechnen ist kaum möglich. Was sagt Ihre Intuition:
A) Das Opfer ist inkorrekt. Schwarz erhält nicht genügend Kompensation.
B) Das Opfer ist wohl spielbar. Die Stellung bleibt im Gleichgewicht.
C) 35...Lxg4 entscheidet die Partie für Schwarz.
Auflösung...
"Die beste Partie der letzten 20 Jahre"...
... schrieb Jan Timman zu dieser Begegnung zweier absoluter Topgroßmeister der 70er und 80er Jahre. Hier zog Schwarz 21...Lb5 und ging später in einem sehenswerten Angriff unter. Wie würden Sie die Lage stattdessen nach 21...Sxc7 einschätzen?
A) Der Nachziehende behauptet gefahrlos seinen Mehrbauern;
B) Weiß kommt in Vorteil;
C) es ergibt sich ein Remis durch Dauerschach.
Auflösung...
Noch mehr über Absperrungen
Unser Endspielblog startete mit dem Thema Absperrung ins neue Jahr. Bereits eine Woche später können wir zwei weitere Beispiele zu diesem wichtigen Thema anbieten. In Getz-O'Toole, gespielt beim Masters in Hastings, gewann Weiß musterhaft mit Hilfe einer horizontalen Absperrung. Eine vertikale Absperrung gab es in Sasikiran-Aronian bei der Mannschafts-WM in Bursa zu sehen. Hier wäre Remis eigentlich das korrekte Ergebnis gewesen, aber der armenische Weltklassespieler griff daneben, wonach Sasikiran nichts mehr anbrennen ließ und die Stellung mit sauberer Technik gewann. Hätten Sie an Aronians Stelle in der Diagrammposition den richtigen Zug gefunden? Schwarz am Zug remisiert!
Getz-O'Toole und Sasikiran-Aronian...
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Das automatische Zurückschlagen...
... des Läufers erwartete Weiß in dieser Stellung nach 25.Lxg7, doch sofort nach seinem Zug bemerkte er plötzlich die Möglichkeit 25...Dxb3 26.axb3 Tba6. Wie beurteilen Sie danach die Situation?
A) Schwarz setzt matt;
B) es ergibt sich letztlich eine Stellung mit gleichen Chancen;
C) Weiß kommt in Vorteil.
Auflösung...
Mit Läuferopfer auf h7 zum spektakulären Sieg
Während zum Auftakt der Mannschafts-WM vor allem der Sieg Aserbaidschans über Armenien für Aufsehen sorgte, konnte sich Gastgeber Türkei über eine spektakulär gewonnene Partie freuen: Der 19-jährige Emre Can bezwang den fast 200 Elopunkte stärkeren Yuri Shulman in einem Tarrasch-Franzosen mit Hilfe eines Läuferopfers auf h7. Der USA-Meister von 2008 folgte allerdings nicht den Empfehlungen von Hannes Langrock, dessen vierteiliger Beitrag in den CBMs 126-129 die Theorie des 3...Le7-Systems ausführlich und mit vielen eigenständigen Analysen darstellt.
Hier die Partie mit Kurzkommentaren, in CBM 134 (erhältlich ab Anfang Februar) folgt die ausführliche Analyse von Igor Stohl
Die Absperrung
Der aktive König spielt im Turmendspiel oft eine entscheidende Rolle. Deshalb ist die Fähigkeit des Turmes, den König horizontal oder vertikal von einem Kampfabschnitt abzusperren und so seine Aktivität einzuschränken, eine äußerst wichtige Methode im Arsenal der Endspieltechnik. Karsten Müller hat ein aktuelles Turmendspiel vom Rilton Cup analysiert, in dem das Thema Absperrung und Kampf gegen die Absperrung im Vordergrund stand.
Analyse Brynell - Popov...
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Der gewaltige Raumvorteil...
... des Weißen war in nebenstehender Stellung offensichtlich, doch mit 24...Db6 hatte Schwarz die Doppeldrohung 25...Lxa3 und 25...Sxe5 26.Lxe5 Txe5 aufgestellt. Wie würden Sie jetzt die Lage einschätzen?
A) Weiß kann Material gewinnen;
B) er steht optisch besser, aber es gibt nichts Konkretes;
C) der Schein trügt, der Anziehende befindet sich in der Defensive.
Auflösung...
Die Bauernwalze
Nachdem die Entscheidungen in der Russischen Meisterschaft gefallen sind, wirft GM Karsten Müller einen Blick zurück auf das bemerkenswerte und ausgesprochen originelle Endspiel Timofeev - Khismatullin aus der fünften Runde. Nebenstehendes Diagramm entstand nach 50.bxa5, wonach zwei schwarze Türme den Kampf gegen vier verbundene Freibauern und einen Springer aufnehmen mussten - was sich als aussichtslos erwies. Wie es zu dieser ungewöhnlichen Stellung kam und wie die Partie zu Ende ging, zeigt Ihnen unser Endspielexperte für CBM-Online.
Analyse Timofeev - Khismatullin...
Beide Könige vom Abzugsschach bedroht...
... hieß es in dieser aktuellen Bundesligapartie, wo sich der am Zug befindliche Weiße mit den Folgen von 27.Tf7-f4+ zu beschäftigen hatte. Wie beurteilen Sie danach (Diagramm) die Lage?
A) Weiß steht besser;
B) die Stellung ist ausgeglichen;
C) Schwarz hat Vorteil.
Auflösung...
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Abtauschen oder nicht abtauschen?
Die korrekte Beurteilung von Bauernendspielen stellt einen wichtigen Pfeiler guter Endspieltechnik dar. So musste Schwarz z.B. in der folgenden Position beurteilen, ob nach dem Abtausch der Türme mittels 47...Txe2 48.Kxe2 das entstehende Bauernendspiel remis ist. Andernfalls wäre er dazu gezwungen, auf den Abtausch zu verzichten und das Turmendspiel zu verteidigen. Was meinen Sie, führt der Abtausch der Türme zu einer Remisstellung?
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Die Bauernraubvariante...
... im Najdorf war einst eine der Lieblingswaffen von Bobby Fischer, wenn er auf Gewinn spielen wollte (d.h. also praktisch immer). Heutzutage sind viele Abspiele bis ins Remis ausanalysiert, dennoch fühlen sich immer noch viele Spieler von den faszinierenden Komplikationen magisch angezogen. Diese Stellung stammt aus einem Bundesligakampf vom letzten Wochenende. Welches Urteil trifft nach 28...Ta7 Ihrer Ansicht nach zu?
A) Schwarz steht auf Gewinn;
B) Weiß muss Dauerschach geben;
C) Er gewinnt sogar.
Auflösung...
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Eröffnungsübersichten in CBM 133
Als Magnus Carlsen gleich in der ersten Runde des Turniers in Nanjing Peter Leko, der als Eröffnungsfuchs gilt, auf überzeugende Art überspielte, horchte die Schachwelt auf; denn der Norweger tat es mit Schottisch, eine Eröffnung, die in modernen Zeiten vor allem mit dem Namen Garry Kasparov verbunden ist, und der ist nun bekanntlich der Trainer von Carlsen. Igor Stohl hat die Partie zum Anlass genommen, um die zur Anwendung gebrachte Variante genauestens zu analysieren. Hier ist der komplette Artikel, einer von insgesamt 12 auf der DVD von CBM 133.
Stohl: Schottisch mit 10.f4
Der trickreiche Springer
Viele Amateurspieler haben gerade vor dem Springer enormen Respekt, zum großen Teil aus eigener leidvoller Erfahrung. Dass der Springer aber nicht nur im Mittelspiel, sondern mitunter auch im Endspiel seine taktischen Fähigkeiten ausspielen kann, zeigt für ChessBase Magazin Online GM Karsten Müller in der Analyse seiner eigenen Bundesligapartie gegen Wattenscheid vom Wochenende. In nebenstehender Stellung war Schwarz am Zug, und es sieht so aus, als müsste er nur noch seine Damenflügelbauern vorrücken, um die Partie zu gewinnen. Aber welcher Bauer soll gezogen werden?
Entscheiden Sie: 55...b3 oder 55...c3?
Analyse Müller-Appel...
Überblick: Springerendspiele im CBM 131...
Überblick: Endspiel-Videos im CBM 131...
CBM 131 im Shop...
Einen Sargnagel...
... nennt man im Schach einen Bauern, der sich auf der sechsten Reihe in der feindlichen Königsstellung breitgemacht hat und so für Mattmotive sorgt. Hier musste Schwarz überlegen, ob er das Vorrücken des weißen Bauern nach h6 zulassen darf oder nicht. 37...Txe4 führt Ihrer Ansicht nach wozu?
A) Sieg für Schwarz;
B) Positionelles Remis,
C) Sieg für Weiß.
Auflösung...
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A busy person’s opening system
Die neue DVD von Nigel Davies stellt ein Repertoire vor, das vor allem einfach sein soll und fast in jeder Lage anwendbar. Es basiert auf den Zügen e4, d3 und c3, von Fall zu Fall wird auch zusätzlich f4 gespielt. Das Beste daran: man kann es sogar mit den schwarzen Steinen einsetzen. Natürlich ist das kein Repertoire für Carlsen und Co., aber wie man hier in der Partie zweier FIDE-Meister sieht, kann es auch stärkeren Spielern als Überraschungswaffe dienen. Denn Julian Zimmermann beschloss den Anregungen von Davies zu folgen und kam damit überraschend einfach zum Erfolg. Hier ist die Partie mit seinen Anmerkungen.
Ein Trailer der Davies-DVD...
Kommentierte Partie Zimmermann-Lampe...
Ein Mattangriff aus dem Nichts
Morgen steht beim World Cup die erste Partie des Finales Gelfand - Ponomariov auf dem Programm, heute ist in Khanty-Mansiysk Ruhetag. Gelegenheit für uns, auf einen spannenden Moment im Endspiel Karjakin - Mamedyarov zurückzublicken. Mamedyarov hatte zuletzt 49...Tb2? gezogen (Diagramm) und damit seinem jungen Gegner unverhofft die Gelegenheit gegeben, die Partie durch Mattdrohungen zu entscheiden. Mit welchem unerwarteten Zug sicherte sich der 19-jährige Ukrainer den Gewinn? GM Karsten Müller hat das Endspiel für ChessBaseMagazin Online analysiert.
Partie Karjakin-Mamedyarov...
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Ein Springer auf einem geschwächten Zentrumsfeld...
... ist ein starker positioneller Trumpf, reicht aber manchmal allein nicht aus, um eine Partie zu gewinnen. Hier musste Schwarz sich fragen, ob das Abschließen des Damenflügels mit 20...b3 21.a3 (Diagramm) für ihn ersprießlich wäre. Was meinen Sie dazu?
A) Dies vergrößert zwar das räumliche Übergewicht des Nachziehenden, bringt ihm aber nichts Konkretes;
B) Eine kraftvolle Fortsetzung, die den Positionsvorteil von Schwarz erheblich verdichtet;
C) Nicht gut, Weiß hat eine Sorge weniger und kann sich im Zentrum bzw. am Königsflügel ausreichend verteidigen.
Auflösung...
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Malakhov und sein Slawisch mit 4...a6
Vladimir Malakhov ist der Mann der Stunde beim Weltcup in Khanty-Mansiysk. Nachdem er seine Gegner (Smirin, Eljanov und So) jeweils im Schnellschach besiegt hatte, schlug er nun Peter Svidler im Normalschach mit den schwarzen Steinen - und einmal mehr mit seinem geliebten 4...a6-Slawen (der schon Pavel Eljanov und Wesley So zu Fall gebracht hatte). Die zur Diskussion stehende Variante - 5.e3 b5 6.c5 g6 - ist übrigens ausgiebig von Dorian Rogozenco in seinem Beitrag für CBM 119 analysiert worden. Rainer Knaak hat die Partie kommentiert.
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Endspielkrimi Ponomariov-Bacrot
Die dramatischsten Momente des heutigen Tages in Khanty-Mansiysk gab es in der Begegnung Ponomariov - Bacrot. Nachdem aus einer Slawischen Abtauschvariante im 29. Zug ein Springerendspiel entstanden war, in dem Bacrot sich zunächst gegen einen Freibauern auf der a-Linie verteidigen musste, entstand schließlich im 57. Zug eine theoretische Remisstellung mit Springern und nur noch einem Bauern auf der h-Linie. Remis laut Tablebase! Doch bei knapp werdender Bedenkzeit kam der Franzose in der Diagrammstellung mit 64....Sd5? vom Remisweg ab - Matt in 34 Zügen informiert die Datenbank. Ponomariov setzte zunächst korrekt fort und erzielte Fortschritte, aber dann zeigte auch er Nerven und gab die unverhoffte Gewinnstellung im 81. Zug wieder aus der Hand. Am Mittwoch sehen sich die beiden im Tiebreak wieder.
Ponomariov-Bacrot
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Ein König im Kerker
Bevor heute beim World Cup der zweite Umgang der vierten Runde startet (11.00 Uhr), blicken wir zurück auf ein spannendes Endspiel der dritten Runde. Viktor Laznicka, der bereits Morozevich in der zweiten Runde mit 2-0 nach Hause geschickt hatte, ging auch gegen Viktor Bologan in der zweiten Schnellpartie in Führung. In der dritten Schnellpartie kam es zu nebenstehender Stellung, in der Laznicka nach 54.h4! Bologans König in einen Kerker sperren konnte. Im folgenden spannenden Finale von König und Freibauern gegen Springer konnte der 21-jährige Tscheche schließlich triumphieren.
GM Karsten Müller analysiert das Endspiel Laznicka-Bologan...
Kramniks Endspieltechnik
Mit drei Siegen und sechs Remisen wurde Wladimir Kramnik Sieger des Tal-Memorials, einen halben Punkt vor Carlsen und Ivanchuk. Der Ex-Weltmeister triumphierte über Morozevich (R3), Svidler (R4) und Ponomariov (R6), für ChessBase Magazin Online hat Endspielexperte GM Karsten Müller Kramniks Gewinnführung in einem technisch sehr anspruchsvollen Endspiel Turm gegen Läufer unter die Lupe genommen.
Analyse Kramnik-Ponomariov...
Ausgewählte Angriffspartien
Partien mit taktischen Schlägen und Mattmotiven üben zu Recht auf den Schachfan einen hohen Reiz aus, und so verwundert es nicht, dass ein gelungener Königsangriff immer wieder ein Leckerbissen für alle Schachfreunde ist. Für ChessBaseMagazin Online hat IM Michael Kopylov zwei vor kurzem in Sankt Petersburg beim Russia Cup gespielte Angriffspartien ausgewählt und kommentiert. In der ersten (Diagramm) sehen wir, wie Ian Nepomniachtchi einem unrochierten sizilianischen König zu Leibe rückt, in der zweiten Partie gelang es Alexei Fedorov, in einer Spanischen Partie die Rochadestellung des schwarzen Monarchen zu zertrümmern.
Partien zum Nachspielen...
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Ein Heer von Freibauern...
... gegen Angriff in der g- und f-Linie war das Thema in folgender Partie, wo nach 30...f4 31.Dxg5 Txg5 die Damen getauscht wurden, Schwarz dafür aber nun die Doppeldrohung 32...fxe3 bzw. ...f3 in die Waagschale werfen konnte. Wie lautet Ihr Kommentar zu dieser Situation?
A) Die Freibauern sind noch nicht weit genug vorgerückt, Schwarz gewinnt;
B) bei bester Fortsetzung ergibt sich ein positionelles Remis;
C) Weiß siegt.
Auflösung...
Um weiße Felder und Diagonalen...
... geht es in dieser Stellung, in welcher der Anziehende eine Qualität geopfert hatte, um die 7. Reihe zu besetzen und den schwarzen König nach g6 zu treiben. Nach 25....Tad8 war allerdings eine Idee gefragt. Ist die beste Fortsetzung Ihrer Ansicht nach ein Zug...
A) mit der Dame;
B) mit einem Läufer;
C) oder mit einem Bauern?
Auflösung...
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Der Eckenspringer
"Springer am Rand bringt Kummer und Schand" - keine Lehrbuchweisheit dürfte bei Amateurspielern größere Verbreitung gefunden haben. Und obwohl es mehr als genug Ausnahmen von dieser Regel gibt, hat der Lehrbuchsatz natürlich auch seine Berechtigung. Umso mehr, wenn es sich nicht nur um einen Randspringer, sondern um die wirklich selten vorkommende Spezies des Eckenspringers handelt. Solch ein Exemplar bereitete jüngst Ivan Cheparinov allerhand Sorgen, wurde das traurige Ross doch mit Hilfe eines Läufers in der Ecke eingezäunt.
GM Karsten Müller analysiert das Endspiel Cheparinov-Caruana...
Fünf aufgereihte Figuren in der h-Linie...
... sehen wir in der folgenden Stellung, wo Schwarz gerade mit ... Sg6-f4 Dame und Turm von Weiß angegriffen hatte. Wie würden Sie nun die Lage einschätzen?
A) Die Gabel gewinnt für Schwarz;
B) Weiß kann sich mit einem Dauerschach aus der Affäre ziehen;
C) Er kann sogar mattsetzen.
Auflösung...
Gold im Turmendspiel
Die Mannschaftseuropameisterschaft in Novi Sad erlebte eine spannende Schlussrunde, in der die Entscheidung um die Goldmedaille letztlich in einem Turmendspiel fallen musste. Vugar Gashimov (Weiß) brauchte unbedingt einen Gewinn, um für Aserbaidschan den Titel zu holen, Daniel Stellwagen (Schwarz) kämpfte ums Remis. Für welchen Zug hätten Sie sich in der vorliegenden Stellung für Schwarz entschieden? GM Karsten Müller hat die entscheidende Phase des Endspiels analysiert.
Analyse des Endspiels Gashimov-Stellwagen...
Der Desperadoturm
Meist ist es so, dass zusätzliches Belagerungsmaterial dem Angreifer beim Erstürmen von Festungen hilft. Doch es gibt auch den umgekehrten Fall, dass die Anwesenheit weiterer Figuren den Verteidiger rettet, wie im vorliegenden Fall. Ohne seinen Turm wäre Schwarz im reinen Duell Turm gegen Läufer hier rettungslos verloren. Doch Weiß kann den Turmtausch einfach nicht erzwingen:
Analyse Spoelman-Najer...
Der Katalanische Läufer
Die Katalanische Eröffnung hat eine spezifische Besonderheit: die Strategie von Weiß in dieser Eröffnung zielt oft auf ein gutes Endspiel. Wenn Schwarz sich früher oder später für d5xc4 entscheidet, dann muss er sich sicher sein, dass die Entwicklung des Lc8 nach z.B. b7 oder c6 auch wirklich gelingt. Scheitert dies, endet Schwarz häufig in einem perspektivlosen „Katalanischen“ Endspiel, wo der Lg2 enorm stark auf b7 drückt und manchmal den ganzen schwarzen Damenflügel (Ta8, Lc8) paralysiert.
Sechs Partien zum Thema Katalanische Läufer...
Ein Zwischenzug...
... kann in einem einzigen Moment die Bewertung einer Stellung komplett auf den Kopf stellen. Hier war zuletzt 34.Sc4xe5 geschehen, und Schwarz versuchte nun, durch das Einschalten von 34....g3 (Diagramm) die weiße Dame abzulenken und so seinen Bauern d4 vor dem Fall zu bewahren. Was sagen Sie dazu?
A) Gute Idee, 35.Dxg3 fxe5 ist erzwungen, was etwaigen Nachteil von Schwarz auf ein Minimum reduziert;
B) Weiß hat einen vorteilhaften Abzugstrick in der e-Linie;
C) Der Nachziehende kommt vom Regen in die Traufe, da d4 trotzdem fällt.
Auflösung...
Der hängende Läufer...
... ist hier nur eins der Probleme von Weiß nach 21... Dxg2, denn Schwarz droht nicht nur 22...Dxe2, sondern auch, den gesamten Königsflügel abzugrasen. Wie lautet die beste Fortsetzung für den Anziehenden?
A) 22.Sxe6
B) 22.Td8
C) 22.Lf1
Auflösung...
Das ewige Duell Läufer gegen Springer II
Beim Grand-Slam-Masters in Bilbao erreichte Alexander Grischuk den zweiten Platz hinter Levon Aronian. Während es mit Weiß für ihn sehr gut lief und er zwei seiner drei Partien gewinnen konnte, musste er mit den schwarzen Steinen zweimal eine Niederlage quittieren. Für ChessBase Magazin hat GM Karsten Müller Grischuks hübschen Endspielerfolg über Alexei Shirov aus Runde zwei kommentiert, in der wieder einmal der Läufer über den Springer triumphierte.
Analyse des Endspiels Grischuk-Shirov...
Das positionelle Remis...
...also eine Situation, in der keine Seite vorteilhaft der Zugwiederholung ausweichen kann, war das zentrale Thema dieser sehenswerten Kampfpartie aus dem Wettkampf "Rising Stars vs. Experience", wo Schwarz hier das starke 28... Le4 hätte spielen können. Die Stellung von Weiß ist gefährdeter, als es vielleicht auf den ersten Blick den Anschein hat. Welcher Zug hält ihn in der Partie?
A) 29.Tc7
B) 29.Tcf1
C) 29.Tge1
Zwei dieser Fortsetzungen verlieren! Übrigens, in der Partie versuchte Schwarz stattdessen, mit 28... Tf7 die Zugwiederholung 29.Dd8+ Tf8 zu erwingen. Wie kam Weiß nach 28... Tf7 in Vorteil?
Auflösung (Partie Caruana-Nielsen)...
Eine gefährdete Figur...
... ist hier nach 20... a7-a5 eindeutig der weiße Läufer auf b3, und der Anziehende versuchte nun, die Drohung ...a5-a4 mit 21.Lxd5 gewaltsam zu aus der Welt zu schaffen. Wie lautet Ihr Urteil zu dieser Fortsetzung?
A) Am besten, Weiß gewinnt einen zweiten Bauern mit klarem Stellungsvorteil;
B) Der Zug ist nicht so stark, wie er aussieht, Schwarz bekommt forciert einen Bauern zurück und steht anschließend allenfalls minimal schlechter;
C) Dies ist ein Fehler, Weiß verliert eine Figur.
Auflösung (Partie Figura-Siebarth)...
Mattangriff im Endspiel II
Wie vor kurzem in Jermuk (siehe Beitrag vom 18.8.), kam es auch beim Grand-Slam-Finale in Bilbao zu einem sehenswerten Mattfinale im Endspiel. Sergey Karjakin unterschätzte offenbar die Gefahren, die in der vereinfachten Stellung nach Damentausch seinem König drohten. Nach 22. ... Dxf3 23.Dxf3 Txf3 startete Aronian mit 24.Te7 einen Angriff aus dem Nichts und erzwang wenig später die Aufgabe.
Partie Aronian-Karjakin...
"Ohne Schwerfiguren...
...keine schwachen Grundreihen" lautet eine altdeutsche Schachweisheit, die in folgender Stellung mal wieder ins Schwarze trifft, wo der Nachziehende hier mit 33. ... e3 Öl ins Feuer goss. Wie ist die Lage nun Ihrer Ansicht nach einzuschätzen?
A) Weiß erringt den Sieg durch Ablenkung der schwarzen Dame mit 34.a4;
B) Vorteilhaft für ihn ist der Turmtausch auf e8 nebst 35.Dxb6 (trotz der Riposte 35...exf2);
C) Die Stellung befindet sich im dynamischen Gleichgewicht.
Auflösung (Partie Asabri-Gemy)...
2700er Premiere
Die Stellung im Diagramm ist äußerst fallenträchtig, auf der CD-Rom
1000 Eröffnungsfallen finden Sie gleich vier Partien. In dreien fällt der Weiße hinein (mit 8.f3?, 8.Dd2? und 8.Sb3?), nur im Fall von 8.0-0 kann der Nachziehende mit 8...Db4?! 9.Lb3 Sxe4? fehlgreifen. Auch Großmeister gehören zu den Opfern, aber dass ein 2700er in eine bekannte Eröffnungsfalle tappt, ist generell eine Premiere.
Nakamura-Ljubojevic
Vier Eröffnungsfallen in B35
Eine feindliche Bauernphalanx...
... vor dem eigenen König kann einen schon nervös machen, vor allem, wenn die Schwerfiguren dahinter bereits Stellung bezogen haben. Hier hatte Schwarz zuletzt 33. ... Sd5 gespielt. Wie lautet nun der beste Zug für Weiß?
A) 34.Lxd4
B) 34.Lxd5
C) 34.Ka1
Auflösung (Partie Balogh-Vehi Bach)...
Eine Dame allein ist nicht alles
Beim Turnier "Erfahrung" gegen "Jugend" in Amsterdam kam es in der Partie Nakamura - Van Wely nach 37. ... Tc1+ zur nebenstehenden Diagrammstellung. Welchen Weg hätten Sie mit Ihrem König hier eingeschlagen? 38.Kb4 oder Kd3? Die Analyse unseres CBM-Endspielexperten GM Karsten Müller verrät Ihnen, ob Sie richtig liegen.
Partie Nakamura-Van Wely...
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Vergebene taktische Chancen...
...in Partien auf allerhöchster Ebene sind wahrlich eine große Seltenheit. Doch manchmal eben... Okay, in dieser Stellung geschah Folgendes:
36.Sxf6+ Txf6 37.Txf6 Dxf6 38.gxf4 gxf4 39.De2 und wenig später wurde die Friedenspfeife geraucht. Wie lautet Ihr Urteil zu dieser Folge?
A) Die Züge sind über jeden Zweifel erhaben, das Remis geht in Ordnung.
B) Schwarz verpasste unterwegs einen forcierten Gewinn.
C) Weiß hätte durch einen kleinen Trick ein deutlich besseres Endspiel erreichen können.
Auflösung (Partie Cheparinov-Gashimov)
Mattangriff im Turmendspiel
Dass Mattmotive auch im Endspiel entscheidend sein können, demonstrierte Cheparinov in seiner Erstrundenpartie in Jermuk. Durch geschickten Einsatz seines Freibauern auf der h-Linie zwang er Jakovenkos König an den Brettrand, wo dieser seinem Schicksal nicht entfliehen konnte.
Endspielanalyse Cheparinov-Jakovenko...
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Gegen die Berliner Verteidigung gepunktet
Die Berliner Verteidigung steht und steht und steht. Viele Spieler weichen ihr aus, wer jedoch die Herausforderung annimmt, befindet sich bereits nach 8 Zügen in einer Stellung, die nur äußerst schwer zu gewinnen ist. Doch Vugar Gashimov hat das Endspiel in Poikovsky, einem der Topturniere von CBM 131, gleich zweimal gewonnen - hier ist eine der beiden Partien, von ihm selbst kommentiert.
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Analyse von Gashimov - Naiditsch
Wirklich?
Wenn geballte Weltspitze + Engines in der Vorbereitung einer Partie eine taktische Stellung analysieren, dann kommt perfektes Spiel heraus. Wirklich? Die viel beachtete und analysierte Dortmund-Partie Jakovenko - Kramnik zeigt ein anderes Bild. Jakovenkos 19.Kh1 war angeblich vorbereitet. Kramnik reagierte promt, schien also auch nicht auf unbekanntem Terrain zu sein. Doch sein 20…f6 ist ein klarer Fehler, was scheinbar unbemerkt blieb, aber vom 21-jährigen Brasilianer Alexander Fier nachgewiesen wird. Wie es aussieht, wurden von den Spielern bzw. Sekundanten weder die Engines richtig eingesetzt noch die Vorgängerpartien beachtet, denn es gibt sogar eine Fernschachpartie von 2002, die offenbar allen entgangen ist.
Die von Fier kommentierte Partie
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Das verpasste Geburtstagsgeschenk
Mit einer studienartigen Wendung hätte Boris Gelfand in der Diagrammstellung sich selbst ein wunderbares Geschenk zum 41. Geburtstag machen können. Leider verpasste er die Gelegenheit, und die Partie endete später remis. Mit welchem Zug hätte Gelfand sein Geburtstagsgeschenk schnüren können? (Weiß am Zug)
Analyse des Endspiels Gelfand-Shirov von GM Karsten Müller...
Endspiel-DVDs von Karsten Müller...
Basiswissen Bauernendspiele
Wie schnell man im Endspiel einen halben Punkt verschenken kann, zeigt folgendes Beispiel aus dem Helmut-Kohls-Turnier, auf das uns FM Gervasio Andrés Calderón Fernández aus Buenos Aires hingewiesen hat. Nach 53. ... Kc5 54.Kf2 Kd6 einigten sich die Spieler auf remis. Können Sie stattdessen den Gewinn für Schwarz nachweisen?
Analyse Litwak-Savchenko von GM Karsten Müller...
Fritz-Endspieltrainer Bauernendspiele...
Durchbruch im Springerendspiel
Das 5. Turnier der Grandprix-Serie der FIDE hat kaum begonnen und schon hat Karsten Müller ein paar interessante Endspiele entdeckt und kommentiert. Wie z.B. das Springerendspiel Inarkiev-Ivanchuk aus der zweiten Runde, wo ein spektakulärer Durchbruch zum Erfolg führte, nein, hätte führen sollen.
Einführungsvideo Springerendspiele CBM 131
Endspielanalyse Inarkiev - Ivanchuk
Eine ganz harte Nuss...
... wie auch ein Genuss für den Kommentator war das folgende Glanzlicht von der letztjährigen Europäischen Einzelmeisterschaft, denn hier wimmelte es förmlich von kombinatorischen Motiven - Ablenkung, Mattbilder, Freibauern, Unterverwandlung und, und, und... Auf geht's: In dieser Stellung hätte Schwarz 31...Dc2 entkorken können und nach 32.Sf8+ Kg8 ist dann Ihr Urteil gefragt:
A) Game over - Weiß kann die Segel streichen.
B) Schwarz ist nicht der Einzige, der Problemzüge auspacken kann - die Partie endet forciert remis.
C) Wenn der Anziehende die Nerven behält, behält er auch den vollen Punkt.
Wie gesagt, eine ganz harte Nuss. Übrigens, in der Partie spielte Schwarz 31...exf1+ 32.Dxf1 Kxg6 und verlor - warum?
Auflösung Swiercz-Iljin
Bizarre Anfangszüge und eine frühe Neuerung
Neuerungen nach dem 20. Zug? Das muss nicht sein. In Aronian – Kamsky, Jermuk 2009, neuerte der Armenier bereits im 5. Zug; weitere fünf Züge danach hatte er im höheren Sinne eine Gewinnstellung auf dem Brett. Was die bizarren Anfangszüge 1.c4 g6 2.e4 e5 3.d4 mit Grünfeld-Indisch zu tun haben, hat Mihail Marin in CBM 126 erklärt; wir geben seinen Beitrag hier in einer gekürzten Fassung wieder. Kamsky hat Marins Analysen aber bestimmt nicht zu sehen bekommen.
Aronian-Kamsky mit leichten Kommentaren
CBM 126 im Shop
Türme brauchen Platz...
... um ihre Stärken voll zur Entfaltung zu bringen; kein Wunder also, dass sie im Endspiel meist besonders kraftvoll wirken. Hier hatte Schwarz gerade 32...Txd5 gezogen. Wie ist nun Ihres Erachtens die Lage einzuschätzen?
A) Die Stellung ist ausgeglichen, beide Seiten haben aktive Türme.
B) Schwarz wird zu ...d6-d5 kommen und steht dann dank seines mobilen Bauernzentrums besser.
C) Endspielfeinheiten spielen keine Rolle, denn Weiß kann eine siegbringende Kombination landen.
Auflösung Hillarp Persson-Humphrey
Beim Mattangriff gegen die lange Rochade...
... ist ein auf d3 (d6) stehender Läufer, der den feindlichen König in der c-Linie festhält, oft schon die halbe Miete. Hier setzt Schwarz mit 23. ... Dxa2 ein kräftiges Signal - durch 24...Sb3+ soll dem weißen König der Garaus gemacht werden. Wie taxieren Sie jetzt die Lage?
A) Das Matt ist nur unter Aufgabe der Dame abzuwehren, wonach Schwarz auf der Siegerstraße ist;
B) Weiß kann sich aufgrund der schwarzen Grundreihenschwäche mit Mühe und Not in ein etwa gleiches Endspiel retten;
C) Weiß gewinnt sogar.
Auflösung (Partie Moiseenko-Morchiashvili)...































































